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4 Die Verarbeitung von Gesetzmäßigkeiten der Ruhehaltung in Kunstwerken

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Die Verarbeitung von Gesetzmäßigkeiten der Ruhehaltung in Kunstwerken

[Zusammenfassende Übersicht der Schwerpunktverschiebungen]



Abb. 93 Gottfried Bammes (geb. 1920) und Colin Saxton

Mädchen, Hemd überstreifend (1970), Rötel.

Stehender weiblicher Akt (1977)



– 115 –



Die Verarbeitung von Gesetzmäßigkeiten der Ruhehaltung in Kunstwerken

[Zusammenfassende Übersicht der Schwerpunktverschiebungen]



Abb. 94 Wera N. Muchina (1889-1953) und Fritz Cremer (1906-1993)

Weiblicher Torso (1927), Holz

Stehender Akt (1959), Gips



– 116 –



Die Verarbeitung von Gesetzmäßigkeiten der Ruhehaltung in Kunstwerken

[Zusammenfassende Übersicht der Schwerpunktverschiebungen]

Abb. 95 Michelangelo (1475-1564)

Studie zum Karton der badenden Soldaten.



– 117 –



Der Schritt

Die Phasen des Schrittes

Abb. 96 Rembrandt Harmensz von

Rijn (1606-1669)

Sitzende Frau mit aufgestütztem Kopf

(um 1631/32), Feder und Pinsel in Tusche



9.5 Der Schritt



9.5.1 Die Phasen des Schrittes

(siehe Abb. 170, S. 158; dazu Kapitel 3.5.1; allerdings fehlt hier die Front-Ansicht)



Ausgangsstellung



Bereitschaftsstellung



Vorziehen des Körpers



Abdrücken vom Boden



Doppelstütz



Abrollen



Einseitiger Stütz



Einfacher Stütz



Erneuter Doppelstütz

(vgl. evtl. Preston Blair und Richard Williams)

– 118 –



Der Lauf und seine Einzelphasen

Der fruchtbare Moment



Abb. 97 Phasen des Schrittes

Das Wesen des Schrittes besteht in einer Vorlage des Schwerpunktes und seines Abfangens durch Stützwechsel der Beine.



9.5.2 Der fruchtbare Moment

Damit im Kunstwerk (unbewegtes Bild) sich die Figur vor unserem geistigen Auge bewege, gilt es, in den Ablauf der Bewegung die Vorstellbarkeit ihres Anfanges einzubeziehen und die künftigen Momente für den Betrachter vorausschaubar zu machen. Deshalb muss der Künstler das Bewegungsgeschehen in seinem ganzen

Umfang kennenlernen.

Am wenigsten fruchtbar sind die statisch labilen Momente, wo eine Figur infolge der Schwerpunktlage vor

dem Stützbein zum Fall verurteilt ist. Der fruchtbare Moment gipfelt in jener Phase des Bewegungsablaufs,

der mit statischer Stabilität vereinbar ist.



9.6 Der Lauf und seine Einzelphasen

Der Lauf unterscheidet vom Schritt wesentlich dadurch, dass niemals zwei Füße zu gleicher Zeit den Boden

berühren.

(siehe Abb. 173, 174; S. 162)

(Einzelphasenerklärung; S. 164)











Auf die Plätze

Fertig

Los

Abstoß aufwärts-vorwärts

















Abstoß

Schweben

Vorbereitung der Landung

Landung

Abstoß

Ausgreifen



(aus "3.7.Die Verarbeitung von Gesetzmäßigkeiten der Ortsbewgungen in Kunstwerken")



Laufbewegung kann vom Modell nicht gestellt werden, nur Scheinbewegung ist möglich



die dynamische Bewegung kann nur durch intuitive Beobachtung erfolgen

– 119 –



Arbeitsbewegungen

Heben - Halten - Niederlassen einer tief gelegenen Last





der Vorwärtsdrang kann nur suggeriert werden, wenn die Schwerpunktlage bewußt in Beziehung zu den

unterstützenden Füßen gesetzt wird und in Nähe der Kippkante, d. h. für ein Vorwärts nach vorn verlagert

wird.



Abb. 98 Phasen des Startes



Abb. 99 Phasen des Kurzstreckenlaufs

a)

b)

c)

d)

e)

f)



Abstoß

Schweben

Vorbereitung zur Landung

Landung

Abstoß

Ausgreifen



9.7 Arbeitsbewegungen

9.7.1 Heben - Halten - Niederlassen einer tief gelegenen Last

Kippen oder Wälzen

(siehe Text und Abb. 193, 194 ff.; S. 174)

siehe weitere Kapitel:

3.8.2. Stemmen - Halten - Niederlassen einer hochgelegenen Last

3.8.3. Das horizontale Ziehen einer Last

3.8.4. Das Schieben einer Last



– 120 –



Arbeitsbewegungen

Heben - Halten - Niederlassen einer tief gelegenen Last



Abb. 100 Bewegen einer hochgelegenen Last

a) Hochstemmen

b) Halten

c) Niederlassen



Abb. 101 Bewegen einer tiefgelegenen Last

a)

b)

c)

d)

e)



Ankippen

Weiteres Ankippen

Aufrichten des Körpers

Halten der angekippten Last

Niederlassen der Last



– 121 –



Arbeitsbewegungen

Heben - Halten - Niederlassen einer tief gelegenen Last



Abb. 102 Horizontales Ziehen einer Last, Schieben einer Last



– 122 –



Arbeitsbewegungen

Heben - Halten - Niederlassen einer tief gelegenen Last



Abb. 103 Horizontales Rückwärtsziehen



Abb. 104 Horizontale Schubrichtung



– 123 –



Allgemeines vom Knochen

Heben - Halten - Niederlassen einer tief gelegenen Last



10 Die plastischen Bausteine des Körpers

Die plastischen Bausteine sind die gestaltgebenden Faktoren:

Knochen, Muskeln, Haut - Fett, Sinnesorgane.

Skelettsystem = passiver Teil des Bewegungsapparats

Muskelsystem = aktiver "



10.1 Allgemeines vom Knochen















Gerüst und Stützwerk

Weichteile halten, befestigen, aufhängen

Muskeln können sich an ihren Ursprüngen und Ansätzen befestigen

an Gelenken aufgrund besonders hoher Belastung konstruktiv verstärkt

Schutz der Weichteile (Hirnkapsel, Brustkorb, Becken)

der Rückenmarkkanal ist für das Rückenmark ein bewegliches Schutzrohr



10.2 Allgemeine Gelenklehre

Knochen können drei Verbindungen eingehen:



in Gestalt der festesten, der Knorpel- und



straffen Verbindungen sowie (?)



Gelenke (?)

Bestandteile eines Gelenks

Gelenkkörper













mehr oder minder massige Verstärkungen der Knochen an ihrem rumpfnahen (proximalen) und rumpffernen (distalen) Ende

mind. zwei Knochen ergeben ein Gelenk

die aufeinander abgestimmte Gegenförmigkeit garantiert Umfang, Art und Sicherheit der Bewegungsführung

werden von straffen oder lockeren Bändern (Ligamentum) außerhalb, bisweilen auch

zusätzlich innerhalb der Gelenkhöhle zusammengehalten und unterstützen die Bewegungsführung nach Umfang und Richtung



Gelenkhöhle









auch Gelenkspalt genannt (Cavum articulare)

trennt als flüssigkeitsgefüllter Raum die Gelenkkörper



Gelenkkapsel













Capsula articularis

umhüllt wie ein Sack aus derbem Fasergewebe Teile des Gelenkkörpers

eine Innenhaut (Stratum synoviale) sondert die Gelenkschmiere (Synovia) ab

der luftdichte Abschl des Gelenks soll angeblich seinen Zusammenhalt fưrdern



Gelenkschmiere









Synovia

setzt die Reibung des Gelenkknorpels praktisch bis auf Null herab



– 124 –



Allgemeine Gelenklehre

Heben - Halten - Niederlassen einer tief gelegenen Last

Knorpel



















elastisches druckfestes Gewebe

überzieht, glättet die Gelenkfläche

erhưht die Pform der Gelenkfläche

Sicherheit der Bewegung

fängt Stưße puffernd ab

vermindert die Reibung

eine Sonderform des Gelenkknorpels sind die Menisken (faserige Ergänzungsscheiben zw. den Gelenkkörpern), die passiv verschoben werden können (z. B. im Knie)



Bänder







die obere Kapselschicht enthält als Verstärkungszüge die Gelenkbänder



Tab. 20 Bestandteile eines Gelenks



Grundformen der Gelenke:

(siehe Abb. 208, S. 183)

 legen die Mechanik fest

 Die verschiedenen Grade der Bewegungsfreiheit hängen ab von der Formbeschaffenheit der Gelenkkörper,

von der Anzahl und dem Richtungsverlauf der Gelenkachsen



– 125 –



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