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2 Entfaltung der schöpferischen Kräfte des Schülers

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Entfaltung der schöpferischen Kräfte des Schülers

Problemkreis Proportion - Statik - Dynamik

vom Grunde beginnen von den Rechteckkanten aus und lässt - ohne Vorzeichnen und ohne nachfolgendes

"Ausmalen" - die Objektfigur als unbemalte Fläche aus dem Negativ entstehen.



Abb. 13 Proportionsstudie 1. Arbeitsschritt



Abb. 14 Proportionsstudie 2. Arbeitsschritt



(S. 46)

Zweiter Arbeitsschritt:

Die Schüler gehen wieder vom Ganzen aus, diesmal so, dass sie ein Rechteck von 2 KL Breite und 8 KL Höhe

locker vorzeichnen: Halbierung der Strecke Scheitel - Sohle am Schambein, Viertelteilung, Achtteilung, Antragen je einer Achtelbreite rechts und links der Symmetrieachse.

Messungen durch Anvisieren des Modells, Eintragung der gefundenen Längen in das Rechteck, dessen Mitte,

Halbierung, Viertelung und Breiten erleichternde Mittel der Selbstkontrolle sind.

Lernen des Abschätzens.

Von Anbeginn soll sich der Schüler daran gewöhnen, zuerst das Format seines Blattes aus der Figur zu bestimmen.



(S. 47)

Dritter Arbeitsschritt:

Der Schüler schneidet aus getöntem Papier die Proportionsfigur ohne Vorzeichnung als ein zusammenhängendes Ganzes aus.

Aufzeichnung des Papierformats von 8 KL und 2 KL Breite. Das schmale Rechteck wir zuerst so zusammengefaltet, dass Sohle und Scheitel übereinander liegen. (Bruchlinie = Halbierung in der Körpermitte als

einzige Orientierung für die Höhengliederung.) Dann wird das Format wieder auseinandergeschlagen und in

der Symmetrieachse längs zusammengefaltet. In diesem Zustand schneidet der Schüler ohne weitere Hilfsvorzeichnung die Figur frei aus.

(S. 48)



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Problemkreis Proportion - Statik - Dynamik

Statt der Schneideübung kann eine druckbare Proportionsfigur (Proportionsstempeldruck) angefertigt werden.

Der Schüler kann damit die ausdrucksvollsten Bewegungsmotive erfinden. Vor allem vermag er daran das

Verhalten von Zwischenformen (bei Dehnungen oder Stauungen) zu studieren.

Abb. 15 Proportionsstempeldruck

… mit ruhend und dynamisch

bewegten Figuren.



(S. 49)

Vierter Arbeitsschritt:

Es gilt, individuell Typische zu erkennen. Nie darf die Natur durch die Brille einer schematisch fixierten Vorstellung betrachtet werden.

Der Kanon des Aktes wird untersucht, seine Abweichungen von bisherigen Erfahrungen werden festgestellt.

Das Figurenrechteck, sofern man es noch als Hilfe beibehalten will, muss in seinen Proportionen verändert

werden (um die Typusproportionen im ganzen zu erfassen), wenn sich herausstellt, dass der Akt einen Kanon

von nicht 8, sondern z. B. 7 ½ KL aufweist.

Die Proportionserkundung kann noch weiter dadurch modifiziert werden, dass der Schüler die Aufgabe bekommt, selbständig Proportionsfiguren als "Typen" zu entwickeln, die in ihrer Formensprache einheitlich in

sich selbst sind.



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Problemkreis Proportion - Statik - Dynamik



Abb. 16 Proportionsstudien



(S. 50)

Fünfter Arbeitsschritt:

Auf die fünfte Etappe vorausschauend, kann man bereits im dritten Arbeitsschritt zwei verschiedenfarbige

Papiere in einem einzigen Arbeitsgang ausschneiden (jeweils eine Farbe für Grund und Grundfigur). Durch

probierendes Verschiben und Anordnen der Massen das Wesen des Kontraposts verstehen.

Auf dem Grund, aus dem die Figur ausgeschnitten wurde, gibt man Schwerpunktlage und Schwerelot an.

Sechster Arbeitsschritt:

Die genetische Methode eignet sich vortrefflich zur Erkenntnis der Veränderung des Formcharakters im Kontrapost.

Teilschritte während des Zeichnens (vgl. auch Abschnitt 3.2.2):

a) Die aufrechte Kưrperhaltung läßt das Lot festlegen, Angabe der Körpermitte und des Schwerpunktes auf

dem Lot. Markierung der Standfläche darunter.

b) Gruppierung der Beckenmasse als Trapez um den Schwerpunkt

c) Schräggestelltes Standbei und einfache Brustkorbform. Der Brustkorb biegt aus Gründen der Gleichgewichtshaltung über die Standbeinseite ab. Relation wischen Schlüsselbeinlage und Wirbelsäulenverlauf.

Kopfgrưße ermitteln.

d) Figur in einfachen geometrischen Formen entwickeln.

e) Eventuell weitere Differenzierung der Form durch Betonung des funktionell Wesentlichen.



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Problemkreis Proportion - Statik - Dynamik



Abb. 17 Entstehungsphasen des Kontraposts



(S. 52)

Siebenter Arbeitsschritt:

... aus der Vorstellung gezeichnete Kontrapostfigur, ohne Modell in kurzer Zeit entwerfen.

Sie muss enthalten:

 Typusmerkmale der Proportionen der erwachsenen Geschlechter

 die funktionelle Gesetzlichkeit des einseitig belasteten Stehens mit den Verschiebungen der Massen, ihren

Spannungen, Stauungen, Straffungen und Lockerungen.

(Körper-Raum-Probleme spielen noch keine Rolle)

Weitere Übungen

Figuren in Sitzhaltung:

 Klärung der Proportionsveränderung

 und des funktionellen Verhaltens der Gliedmaßen und Abschnitte zueinander (z. B. Beobachtung und Kontrolle der Form von Zwischenräumen, von Richtungen, der Grưße von eingeschlossenen Winkeln)

 Rhythmisierung der Massen

 Ausdrucksintensität (innere seelische Grundhaltung des Modells wie Gelöstheit, Aufmerksamkeit, Lockerheit, Lässigkeit, Straffheit)

Figuren in Arbeitsbewegung:

Pinselzeichnung

Massen wie Kopf, Brustkorb, Becken, Gesäß, Oberschenkelvorder- und Unterschenkelrückseite sollte mit einem einzigen Pinseldruck gesetzt werden. Somit hängt die Figurengrưße von der Pinselgrưße ab.

Anregungsfähigkeit und Vielseitigkeit liegt nicht nur im Stoff selbst, sondern in der Art, ihn immer wieder neu

zu würzen.



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Problemkreis Proportion - Statik - Dynamik

Abb. 18 Kontrapostisch stehende Figurenstudie

Vorstellungsleistung



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Problemkreis Proportion - Statik - Dynamik



Abb. 19 Stehend bewegte Figuren



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Problemkreis konstruktive Form



7.2.2 Problemkreis konstruktive Form

Zwei methodische Möglichkeiten:

1. Die Arbeit mit der konstruktiven Form

2. Die Arbeit mit der elementaren oder vereinfachenden Grundform

Die konstruktive Form kann nur einen Denkvorgang fördern nämlich das Verständnis von Funktion und Konstruktion des Naturgegenstands. Sie ist niemals Selbstzweck.

Erster Arbeitsschritt

Modellierung der einzelnen Konstruktionsbestandteile. Daraufhin Zusammenfügen der Baustücke.

Zweiter Arbeitsschritt

Zeichnung des Modells.

Dann Zeichnung des Modells in verschiedenen Funktionen aus der Vorstellung.

Immer Konstruktionszeichnungen verwenden, d. h. verdeckte Linien sind sichtbar, d. h. der Schüler muss von

seinem Zeichenstandpunkt aus die Lage des Körpers im Raum bis zu Ende durchdenken.

Abb. 20 Konstruktive Formen des Knieskeletts

Die zeichnerisch gebaute Formprägnanz und gleichzeitige

Vereinfachung der Form sind lernpsychologische Voraussetzungen für das Einprägen der Form-Funktions-Einheit.



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Problemkreis konstruktive Form



Dritter Arbeitsschritt

Entweder tiefere bzw. weitere Skelettanalyse oder Analyse des äußeren Baus. Beiden zusammen wäre verwirrend.



Abb. 21 Kniestudien



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Problemkreis konstruktive Form

Abb. 22 Arm-Hand-Studien



Vierter Arbeitsschritt

Zur Selbstkontrolle das entsprechende Körperteil in allen Lagen und Bewegungsstadien ohne Vorlage zeichnen.

Knưcherne Räume:

Aer den bewegungsvariablen Gerüstformen der Gelenke gibt es andere ziemlich "konstante" konstruktive

Formen des Skelettes des Stammes: Becken, Brustkorb, Schädel. Sie bilden knöcherne Räume, die im konstruktiven Aufbau so bedeutende Volumina erzeugen, daß an ihnen gemessen die Weichteilformen von Muskeln und Fett nur als Nebenformen erscheinen.

Aufgabe des Beckens:

1. Verbindung zw. Rumpf und unteren Extremitäten

2. Lastaufnahme des Oberkörpfers in Ruhe, Stehen, Sitzen, Liegen, Bewegung

3. Schutz und Tragen der Eingeweide

4. innere Geschlechtsorgane

5. Geburtsweg der Frau

6. Ursprungszentrum von vielen Muskeln



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Problemkreis konstruktive Form



Abb. 23 Entwicklungsreihe von der konstruktiven Beckenform



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Problemkreis konstruktive Form



Abb. 24 Das Skelett in Funktion

Abb. 25 Körperhaft-räumliche

Untersuchungen vor dem Akt



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